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Erfolg bei stabiler Geschäftsentwicklung
Der Schwanhäußer Industrie Konzern blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2000/01 zurück. Zum Bilanzstichtag 30. Juni betrug der Konzernumsatz 558 Mio. DM und liegt damit mehr als zehn Prozent über dem Vorjahr. Die Gesamtzahl der Beschäftigten im Konzern stieg erneut, Ende November waren es weltweit fast 2800. Im abgelaufenen Geschäftsjahr
wurden 45 Mio. DM investiert, der Konzern-Jahresüberschuß nach Steuern betrug 26 Mio. DM (Vorjahr: 22 Mio. DM).
Heroldsberg. Vor allem mit erfolgreichen Aktivitäten in Auslandmärkten erzielte das Geschäftsfeld Kosmetik einen Umsatz von 343 Mio. DM (Vorjahr 280 Mio. DM). Als einziger Anbieter verfügt Schwan-STABILO Cosmetics über ein Filialnetzwerk Europa-USA-Asien, das einen lokalen Marktzugang in den wichtigsten Wirtschaftsregionen der Welt ohne Importbarrieren und Wechselkursrisiken ermöglicht. Auf den Teilkonzern Schreibgeräte mit der Trend- und Lifestylemarke STABILO entfielen 215 Mio. DM (Vorjahr 225 Mio. DM). Trotz schwieriger Rahmenbedingungen in dieser Branche wurde mit der emotionalen Positionierung der Marke STABILO ein wichtiges strategisches Ziel erreicht. Fels in der Brandung
Beide Branchen, Schreibgeräte und Kosmetik, sind seit Jahren mit schwierigen Rahmenbedingungen konfrontiert.
Dazu kam eine seit Jahresbeginn deutlich getrübte Weltwirtschaft. Dennoch kann der Schwanhäußer Industrie Konzern für das Geschäftsjahr 2000/2001 erneut eine stabile Geschäftsentwicklung verzeichnen. „Damit“, so Konzern-Geschäftsführer Ulrich Griebel, „hat sich das Familienunternehmen als ein Fels in der Brandung erwiesen“. Als wichtige Erfolgsfaktoren in den zwei völlig unterschiedlichen Geschäftsfeldern gelten gleichermaßen der sehr gute Ruf bei Kunden und Endverbrauchern sowie das Image und die Qualität der Produkte.
Um auch zukünftig auf die Innovationskraft von Herstellungsverfahren und Produkten sowie konsequente Markenführung bauen zu können, setzt das Unternehmen weiter intensiv auf anspruchsvolle Forschung und Entwicklung. Langfristige Sicherheit vor schnellem Wachstum
Trotz einer soliden Ausgangslage und bislang ausgebliebenen Auftragseinbrüchen nach den Terroranschlägen in den USA, werden die ehrgeizigen Ziele für starkes Wachstum im neuen Geschäftsjahr nicht erreicht. „Denn“, wie Konzern-Geschäftsführer Wolfgang Handt erklärt, „wir müssen die ungewisse Weltwirtschaftslage berücksichtigen, wenn wir weiterhin verantwortungsbewußt planen und handeln wollen.“ Langfristige und strategische Ziele sollen dagegen weiterhin Gültigkeit haben: „In den fast 150 Jahren Firmengeschichte hat es schon einige schwierige Zeiten gegeben, die Gesellschafter und Mitarbeiter gemeinsam bestehen mußten. Und Schwan-STABILO ist heute stärker denn je zuvor!“
Schönheit weiter im Trend
Schwan-STABILO Cosmetics konnte seine führende Marktstellung gegen den weltweiten Wettbewerb behaupten und ausbauen. Damit bestätigte sich erneut, daß sich insbesondere die erschwinglichen Produkte der Farbkosmetik auch in Zeiten genereller Konjunkturflaute vom allgemeinen Trend absetzen und einen kontinuierlichen Geschäftsverlauf ausweisen können.
Der Umsatz im Teilkonzern erhöhte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr um beachtliche 23 Prozent auf 343 Mio. DM. Positiv bemerkbar gemacht hat sich die über das gesamte Geschäftsjahr konstant starke US-Währung. So konnte Schwan-STABILO Cosmetics selbst in preissensiblen Märkten seine hohe Leistungsfähigkeit demonstrieren, da in vielen Ländern Asiens und Lateinamerikas der US-Dollar als Referenzkurs für Importe genutzt wird. Geschäftsentwicklung
Bereits im Vorjahr hatte sich eine Erholung der wichtigsten Märkte in den USA, Asien und Lateinamerika abgezeichnet. In allen diesen Regionen konnten im Geschäftsjahr 2000/2001 zum Teil deutliche Zuwächse erzielt werden. Der höchste Umsatzzuwachs jedoch wurde in den europäischen Märkten verzeichnet.
Neben dem innovationsgetriebenen Geschäft mit hochwertigen und technisch anspruchsvollen Kosmetikprodukten, Made in Germany“ wurden auch wichtige Schritte in Richtung Massengeschäft mit kostengünstigen Standardprodukten getan. In diesem Markt, zu dem vor allem holzgefaßte Kosmetikstifte und Drehmechaniken gehören, wird es unter Kostengesichtspunkten zunehmend schwieriger, wirtschaftlich in Deutschland zu fertigen. Vor diesem Hintergrund wurden zwei neue Auslandstöchter erstmals in die Konsolidierung miteinbezogen. In China sind mit einem neuem internationalen Management inzwischen wesentliche strategische Weichenstellungen für die künftige Marktpositionierung und Aufbauorganisation vollzogen worden. Bei der tschechischen Produktionstochter ist der Aufbau einer neuen Fertigung für einfache holzgefasste Kosmetikstifte nahezu abgeschlossen. Ziel ist die Belieferung des Massenmarktes in Europa und Nordamerika. Ebenfalls deutlich über der Branchenentwicklung verlief das Wachstum im nordamerikanischen Markt.Das seit fünf Jahren bestehende US-Werk beschäftigt fast 100 Mitarbeiter/-innen und hat sich im amerikanischen Markt einen sehr guten Ruf erworben. Vor kurzem wurde dort der 100-millionste Kosmetikstift produziert. Harter Kampf im Stifte-Markt
In der Schreibgeräte-Branche setzte sich mit der Konzentration auf Händler-und Herstellerseite der Trend der Vorjahre weiter fort. Als Folge verschärften sich erneut sowohl Wettbewerb und Preiskampf, gleichzeitig wuchs das Risiko großer Umsatzschwankungen. Obwohl dieser sehr schwierige Markt für Hersteller kaum eine Chance auf Wachstum bot, konnte sich der Teilkonzern Schreibgeräte mit einem geringfügigen Rückgang von fünf Prozent auf 215 Mio. DM Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr behaupten. Vor allem in Europa verschlechterten sich die Bedingungen bei nur marginal wachsenden Absätzen weiterhin. Eine Entwicklung, auf die die Schwan-STABILO Schwanhäußer GmbH & Co.KG mit einer verstärkten Kooperation seiner Tochtergesellschaften sowie dem zusätzlichen Aufbau einer europäischen Vertriebsmannschaft reagierte. Auch die Markenführung erfolgt inzwischen europäisch. Erfreuliche Zuwächse gab es trotz Währungskrise in Südamerika sowie in Osteuropa und dem Nahen und Mittleren Osten.
Hohe Sympathiewerte für STABILO
In Europa wurde mit der emotionalen Positionierung der Marke ein wichtiges strategisches Ziel erreicht. So ist STABILO inzwischen klar als Trend- und Lifestylemarke bei jugendlichen Käufern etabliert. Zwei Drittel aller 12-29jährigen kennen und nennen diesen Namen, so das aktuelle Ergebnis einer alle zwei Jahre in Frankreich, Deutschland, Italien und England durchgeführten Umfrage zu Bekanntheit und Einzigartigkeit der Marke.
Zu der seit Jahren konsequent betriebenen Markenpolitik gehört die designorientierte Entwicklung und Gestaltung der Produkte. Auf der größten und weltweit wichtigsten Branchenmesse ‚Paperworld‘ zeichneten in diesem Jahr sowohl Handel als auch Fachpresse mit dem „STABILO ’s move“ und dem „STABILO bionic“ gleich zwei neue Produkte für „Innovationskraft und Design“ aus.
Eindeutige Signale für Verbraucher
Um für Endverbraucher auch in einem immer unübersichtlicheren Produktumfeld schnell und eindeutig erkennbar zu sein, setzt das Unternehmen bei seinem Außenauftritt gezielt auf die Kraft von Farbe und Bildern. So wurde die Verwendung der traditionellen STABILO-Farbe Rot intensiviert und kommt seitdem durchgängig vom Briefpapier bis hin zur Stiftverpackung zum Einsatz. Zentrales neues Bildmotiv sind ‚Hände‘, die nicht nur formal zum Themenfeld Stifte und Schreiben passen. Darüber hinaus erzählen Hände als individuelles Persönlichkeitsmerkmal auch weltweit Geschichten ohne Sprachbarrieren.
Der konsequente Einsatz der drei Schlüsselelemente Produkt, Hände sowie der Farbe Rot ist für STABILO somit „Garant für den Aufbau von STABILO zu einem Markenleuchtturm. Und nur eine starke Marke sichert nachhaltigen Ertrag.“ Stand: Dezember 2001 |